Die „Wälder bei Blomberg“ gehören seit 2004/2005 zu einem fast 1170 ha großen Naturschutzgebiet. Es erstreckt sich über die Stadtgebiete von Blomberg, Barntrup, Lügde und Schieder-Schwalenberg und wurde zum großflächigen Schutz von Buchenwäldern, des Rotmilans sowie des Mittelspechts und des Schwarzspechts ausgewiesen.
Die Hauptbaumart dieser Wälder, die Rotbuche, gehört unbedingt dazu, wenn man sich im Blomberger Stadtwald mit dem Thema Essen und Trinken befasst. Zwar kann man Holz nicht essen, trotzdem kann man die Buche als den Brotbaum der Blomberger bezeichnen. Die Stuhlfabrikation aus Buchenholz war ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis nach dem 2. Weltkrieg ein sehr bedeutender Wirtschaftszweig Blombergs. Bernd Hausmann, der 1893 in Blomberg das erste Sperrholzwerk Deutschlands gründete, gilt als der Erfinder der Buchenholz-Sperrholzplatte. Viele Generationen Blomberger Bürger lebten als Handwerker, Wald- oder Fabrikarbeiter von der Buche.
Die Früchte der Buchen, die Bucheckern, wurden früher wie Eicheln zur Schweinmast im Wald genutzt. Die tief beasteten alten Buchen und Eichen hier und im weiteren Verlauf des Weges sind die letzten Zeugen dieser einst sehr verbreiten Waldwirtschaftsform, der Hude.

