Auch wenn es gerade nicht blüht ist das Gänsefingerkraut gut an den auf den Blattunterseiten silberig behaarten, gefiederten Blattrosetten zu erkennen. Diese Rosetten bilden oberirdische Ausläufer, mit denen das Gänsefingerkraut ganze Flächen sehr schnell besiedeln kann. Die von ihm bevorzugten Standorte haben nährstoffreiche, lehmige und dichte Böden, sogar Schotterflächen werden besiedelt, wenn sie gut genug mit Nährstoffen versorgt sind.
Die Blüten sind leuchtend gelb für menschliche Augen. Für Insekten sind sie getupft, sie haben im UV-Bereich Saftmale, die den Weg zum Nektar weisen.
Gänsefingerkraut ist eine alte Heilpflanze, die adstringierend (zusammenziehend), stopfend und schmerzstillend wirkt. Es hilft bei Durchfall, bei Bauch- und Unterleibsschmerzen mit Krämpfen, bei Blutungen und Entzündungen des Zahnfleisches.
Wegen seiner Bitterstoffe ist Gänsefingerkraut in der Küche nur als Beimischung zu anderen, mildern Zutaten zu gebrauchen. Ansonsten nicht so aufregenden Gemüse gibt es dann eine interessant-pikante Note.

