Große Brennnessel

Brennnesseln wachsen überall dort, wo im Boden sehr viele Nährstoffe verfügbar sind. Deshalb stehen sie im Garten am Komposthaufen und in der Landschaft zum Beispiel dort, wo sich an Feldrändern und Wegen Nährstoffe sammeln.

Brennnesseln sind überaus vielseitig verwendbare Pflanzen. Die jungen Blätter und Triebspitzen sind ein schmackhaftes Gemüse, Zutat zu Kräutermischungen und Speisefarbe. Die Samen schmecken ein wenig nussig und sind eine leckere Zutat zum Müsli. Früher wurden sie als Aphrodisiakum gegessen. Brennnesseltee hilft bei Blasenentzündung, Presssaft oder Brennnessel-Smoothie gehört zu jeder Frühjahrskur. Kräuterkundige Hundebesitzer mischen ihren Lieblingen gelegentlich eine handvoll gehackte Brennnesselblätter ins Futter, ihr hoher Mineralstoffgehalt sorgt für ein glänzendes Fell. Im Garten ist Brennnesseljauche als Düngemittel unentbehrlich.

Aus den Stängeln der Brennnesseln wurden früher sogar Fasern gewonnen und zu Stoffen gewebt. Dieser überaus mühsamen Methode, zu einem Kleidungsstück zu kommen, setzte Hans Christian Andersen in dem Märchen „Die wilden Schwäne“ ein literarisches Denkmal:

Müsli, Frühjahrskuren, Märchen – alles langweilig? Nun, aus Brennnesseln kann man übrigens ein fabelhaftes Bier brauen.

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