Hier kann man noch einen schönen Blick auf den Magerrasen am Eichenberg werfen. Unter dem Begriff Magerrasen werden alle Grünlandflächen zusammengefasst, die an ertragsarmen, „mageren“ Orten wachsen. Hier wachsen Kräuter und Gräser, die an Nährstoffarmut und Trockenheit angepasst sind. Auf besser nährstoff- und wasserversorgten Flächen würden diese konkurrenzschwachen Arten bald von höherwüchsigen Pflanzen verdrängt.
Die bunt blühende Fläche ist ein Eldorado für wärmeliebende Tierarten. Hier finden Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer, Spinnen und Eidechsen Nahrung und Brutraum – und sie alle mögen es warm.
Magerrasen sind gefährdete Lebensräume. Sie bringen zu wenig Ertrag, um für die moderne Landwirtschaft von Nutzen zu sein. Werden sie nicht mehr beweidet, siedeln sich im Laufe der Jahre Gehölze auf der Fläche an, sie verbuscht. Auch der Magerrasen hier wäre innerhalb weniger Jahre von einem Schlehen- und Brombeergebüsch bedeckt und im Laufe weniger Jahrzehnte wieder zu Wald, würden nicht die Schafe der Biologischen Station Lippe die Fläche regelmäßig abweiden.

