Diese riesengroßen Blätter, die man auch an manchen Bächen und an den Rändern feuchter Wiesen sieht, ähneln ein bisschen dem Gartenrhabarber. Sie gehören zur Pestwurz, einer Wildpflanze, deren Name schon verrät, wogegen man sie früher verwendet hat. Um es vorweg zu nehmen, mit Pestwurz kann man die sehr gefährliche Infektionskrankheit nicht heilen. Also alles nur Aberglaube? Nun, seit wenigen Jahren weiß man, dass Pestwurz eine krampflösende und beruhigend wirkende Substanz enthält, die mittlerweile auch in modernen Medikamenten Verwendung findet. Mit der Pestwurz konnte man zwar die Pestkranken nicht heilen, sehr wahrscheinlich konnte man aber die qualvollen Symptome der Infektion etwas lindern.
Pestwurzblätter sind übrigens auch ein gutes Mittel gegen Husten, genau wie die Blätter des Huflattich, mit denen man sie verwechseln könnte.
Pestwurz blüht schon ab Mitte März, lange bevor die Blätter erscheinen. Viele rosa Blüten bilden einen ährenartigen Blütenstand.

