Japanischer Knöterich

Pflanzen, die sich neu in einem Gebiet angesiedelt haben und oft von anderen Kontinenten dorthin kommen, werden als „Neophyten“ bezeichnet. Der Japanische Staudenknöterich ist so ein „Neophyt“, er wurde erst 1823 in Europa als Nutz- und Zierpflanze eingeführt und stammt ursprünglich aus Ostasien. Er wird als Problemart bezeichnet, denn er hat in Europa keine natürlichen Feinde, breitet sich an manchen Standorten sehr rasch aus und verdrängt dort die ursprüngliche Vegetation. Auch hier wird er deshalb regelmäßig abgemäht. Zur Eindämmung der üppig wuchernden Pflanze gibt es für Wildpflanzen-Köche aber eine interessante Alternative, denn:

Die jungen, unterirdischen Sprossen (das Rhizom) und die jungen Triebe (bis etwas 40 cm Höhe) sind delikat säuerlich. Man kann sie im Frühjahr ernten und wie Spargel zubereiten – als Stangen oder in kleine Stücke geschnitten, als Pfannengemüse, in einer Sauce oder mit Käse überbacken. Sie können aber auch wie Rhabarber als Kompott, zu Kuchen, Crumble, Relish oder Chutney verarbeiten werden; im Internet finden sich viele Rezepte dazu. Nicht zu Unrecht wird der Japanische Staudenknöterich auch als „Wilder Rhabarber“ bezeichnet. Wie beim Rhabarber steigt auch beim Japanischen Knöterich der Oxalsäuregehalt bei den älteren Stängeln, die deshalb nicht mehr gegessen werden sollten.

Die alten Stängel sind fest, hohl und jeweils an den Knoten geschlossen, ähnlich wie Bambus. Sie liefern ein vielseitiges und preiswertes Bastelmaterial.

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