Die zierlichen Blattrosetten mit den blaugrünen Fiederblättchen gehören zur Pimpinelle, die auch Kleiner Wiesenknopf heißt. Die Pflanze mit dem lustigen Namen mag es trocken und warm. Hier an der sonnigen Böschung findet sie gute Bedingungen zum wachsen. Wenn sie blüht sieht man, warum sie Wiesenknopf heißt. Die Blüten stehen auf langen Stielen und sehen wie kugelige Knöpfe aus. Sie sind ziemlich unscheinbar, denn sie locken keine Insekten an, sondern sind windblütig.
Die Pimpinelle findet man auch in gut sortierten Kräutergärten; sie ist eine beliebte Salat, Gewürz- und Zierpflanze. Verwendet werden als Gewürz und für Salate die nussartig schmeckenden Blätter – keine „Hessische Grüne Soße“ verdient ohne Pimpinelle als Zutat diesen Namen!
Will man eine Pimpinelle für den eigenen Kräuterarten kaufen, kommt man um den wissenschaftlichen Namen nicht herum. Es gibt nämlich zwei Arten, die im deutschen als „Pimpinelle“ und auch als „Bibernelle“ benannt sind. Die eine ist der Kleine Wiesenknopf, Sanguisorba minor, vor dem sie gerade stehen. Die andere Art, Pimpinella saxifraga, wächst ebenfalls an sonnigen und trockenen Orten. Sie ist eine alte Heilpflanze gegen Husten und wird nicht in der Küche verwendet.

