Hecken-Genüsse

Hecken begleiteten früher fast jeden Weg; sie begrenzten Wiesen und Äcker und umgaben die Ort wie einen Schutzmantel. Sie lieferten Obst, Holz für Drechsler, Böttcher, Spinnrad- und Stellmacher, Brennmaterial, Wild- und Heilkräuter. Heute sind sie für Wildpflanzen und –tiere in der Kulturlandschaft oft letzte Rückzugs- und Lebensräume.

Zu den typischen Heckensträuchern gehören die Schlehe und der Feld-Ahorn.

Die Schlehen hier am Eichenberg sind im Herbst sehr begehrt, denn die Früchte einiger Sträucher werden besonders groß. Sie geben, nachdem sie einmal Frost abbekommen haben, eine hervorragende Grundlage für Schlehenlikör, -wein und –gelee. Schlehen sind auch vielseitige Heilpflanzen. Nicht nur die Früchte, auch Blüten und Rinde wirken adstringierend, fiebersenkend und entzündungshemmend. Schlehenelixier gilt als gutes Stärkungsmittel nach Infektionskrankheiten.

Die dornigen Zweige der Schlehensträucher werden für die Gradierwerke in Kurorten wie Bad Salzuflen genutzt. Über die Zweige wird die Sole verrieselt; früher, um Salz zu gewinnen, heute, um die Luft für die Spaziergänger mit Feuchtigkeit und Salz anzureichern.

Feld-Ahorn war früher sehr begehrt. Das Laub schmeckte nicht nur dem Vieh, besonders den Schweinen. Die ganz jungen Blätter wurden als Gemüse geerntet und wie Sauerkraut eingestampft und vergoren. Wenn man sich diese Mühe nicht machen will: die jungen Blätter und die grünen Blüten eignen sich auch als Salatbeigabe.

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