Einführung und Hinweise

„Kann man das essen und wenn ja: wie oft?“

– von richtigen Umgang mit Wildkräutern und eine kleine Einführung in den GPS-Erlebnispfad.

Beim Einstieg in die bunte Welt der Rezepte mit dem heimischen Grün gibt es einige Details zu beachten.

Artenkenntnis:

Um eine bestimmte Pflanze zu verwenden, muss man sie auch sicher erkennen können. Wie bei den Pilzen (die übrigens keine Pflanzen sind) gilt auch hier: Alle kann man essen, manche aber nur einmal. Die gute Nachricht ist: viele der allgemein bekannten „Allerweltsarten“ sind ausgezeichnete Wildgemüse und Heilpflanzen. Sie sind verbreitet, werden durch eine Ernte nicht gefährdet und sie strapazieren die Artenkenntnisse auch nicht zu arg. Trotzdem gilt natürlich: nur verwenden, was man ganz sicher erkennt.

Kochkenntnis:

Pflanze ausrupfen und aufessen – das geht zwar, ist aber kein Genuss. „Schmeckt alles irgendwie grün, so wie´s beim Unkraut jäten riecht“, bemerkte mal ein Novize der Wildkräuterkochkunst. Er hatte nicht beachtet, dass es einen Unterschied gibt zwischen der Vernichtung unerwünschter Beikräuter im Blumenbeet und der behutsamen Ernte zarter Gemüse-Genüsse. Denn auch für wildes Gemüse gilt: jung und zart ist es am besten. Bei Heilpflanzen hingegen ist die Ernte angeraten, wenn der Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen am höchsten ist.

Naturschutz:

Pflanzen ausrupfen, ein Foto davon mit der Frage: „was iss´n das“ in einem Internet-Forum posten und dann angefeindet werden, weil es sich um eine geschützte Art handelte, ist übrigens auch kein Genuss. Selbst wenn das Risiko, für den Pflanzen-Frevel bestraft zu werden, minimal ist, bleiben doch das schlechte Gewissen und die Gewissheit, krass versagt zu haben. Beides sind keine guten Voraussetzungen, ein edles Wildkräutermenü lustvoll zu genießen.

Sucht man Wuchsorte seiner Lieblings-Wildgemüse, die weder hundekot- noch spritzmittelverseucht sind und erntet dort schonend, so tut man etwas für seinen Magen und die Natur. Schafft man gar im eigenen Garten Raum für Wildkräuter, hat man kurze Wege zur Ernte und kann seine Gäste mit Koch- und Gartenkünsten beeindrucken.

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