Die hübsche kleine Pflanze, die ab Juni bis in den Herbst blüht, sieht man auch oft in Rasenflächen, wo ihre blauvioletten Blüten einen hübschen Farbkontrast zu den gelb-weißen Blütensternen der Gänseblümchen bilden. Die Blattrosetten beider Arten liegen flach am Boden an und werden deshalb von den Messern des Rasenmähers verschont, deshalb kommen sie so oft in Scherrasen vor.
Vor der Blüte kann man die jungen Blätter der Echten Braunelle für Kräutersuppen, -quark und Salat verwenden.
Als Heilpflanze wurde die zierliche Pflanze nach der Signaturlehre verwendet, die in Farben und Formen bestimmter Pflanzen oder Pflanzenteile Hinweise auf ihre Wirksamkeit fand. In der violett-brauen Farbe der Blütenstände sah man als Zeichen ihrer Wirksamkeit bei Krankheiten, die bräunlich-violette Verfärbungen mit sich brachten. So wurde sie gegen die Bräune (= violette Hautveränderungen) und Diphtherie (= Rachenbräune) eingesetzt. Nun enthält die Pflanze tatsächlich medizinisch wirksame Substanzen, darunter Gerbstoffe und ätherische Öle, die bei Halsentzündungen und schlecht heilenden Wunden helfen können. Seit etwas mehr als 20 Jahren ist auch bekannt, dass die Echte Braunelle eine Substanz enthält, die gegen bestimmte Virenstämme wie das Herpes-Virus wirksam ist.

