Der Breitwegerich ist für alle Wanderer und Outdoor-Fans überaus nützlich. Bei Insektenstichen, kleinen Schrammen oder müden Füßen wirkt die Auflage eines zerquetschten oder zerkauten Wegerichblatt Wunder. Der Blattbrei wirkt entzündungshemmend und ist auf fast jedem Weg verfügbar.
Das Wissen um die Heilkraft des Wegerichs ist alt und es gehörte einst zur Allgemeinbildung. Hieronymus Bock schrieb in seinem frühneuzeitlichen Bestseller-Kräuterbuch, dass er über den Wegerich nichts schreiben müsste, da jeder aus täglichem Gebrauch darüber Bescheid wüsste. Heute ist dieses Wissen fast verloren und die Heilkraft des Breitwegerichs gehört zu den Geheimtipps für Wanderer.
Bekannter ist da die Heilkraft des Spitz-Wegerichs, den man ebenso verwenden kann. Spitzwegerich-Präparate werden im Winterhalbjahr in jedem Supermarkt angeboten als Mittel gegen Husten und Verschleimung. Eine Spitzwegerich-Tinktur kann man leicht selbst herstellen. Eine Hand voll Spitzwegerichblätter in einem verschließbaren Glasgefäß in 32%igen Alkohol einlegen, etwa sechs Wochen an einem hellen Platz ziehen lassen, abfüllen in eine dunkle Glasflasche – fertig. Diese Tinktur hilft ebenso wie die zerriebenen Blätter von beiden Wegericharten falls mal keine frische Pflanze griffbereit ist.
Junge Spitzwegerichblätter sind fein gehackt in Kräuterbutter, Kräuterquark und Salatsoße zu empfehlen.

